Christoph Schaub über Literatur der Arbeitswelt
In der zeitgenössischen Literatur erlebt die Thematisierung von Arbeit und Klasse seit etwa zwanzig Jahren eine neue Konjunktur: Der Literaturwissenschaftler Christoph Schaub untersucht in seiner Forschung nicht nur die Gegenwart dieses Phänomens, sondern zeigt, wie bereits in den 1970er Jahren Fragen nach Diversität und Geschlecht literarisch bearbeitet wurden. Mit Ekkehard Knörer und Hanna Engelmeier spricht er über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, der ein entscheidender Schauplatz dafür war, über die Frage danach, ob es überhaupt noch eine Arbeiterklasse gibt, die von sich selbst im Modus des Literarischen schreiben kann und möchte und welche Rolle die Autofiktion hierbei spielt.