Krumme Straße

»Krumme Straße« ist der gemeinsame Podcast der Zeitschrift »Merkur« und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Einmal im Monat sprechen wir mit Gästen aus Wissenschaft und Kultur, die Autorinnen und Autoren des Merkur oder Fellows des KWI sein können, aber nicht müssen. Manchmal interessiert uns ein Thema, manchmal die Person und ihr Schaffen, entsprechend unterschiedlich ist das Format des Gesprächs. Gastgeber sind in wechselnden Konstellationen Hanna Engelmeier für das KWI und Christian Demand und Ekkehard Knörer für den Merkur.

Krumme Straße

Neueste Episoden

Morten Paul über Faschismustheorien

Morten Paul über Faschismustheorien

91m 33s

Seit mehr als hundert Jahren ringen Geschichts- und Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie und Psychoanalyse um den Begriff des Faschismus – gegenwärtig insbesondere um die Frage, ob sich mit ihm aktuelle Entwicklungen angemessen beschreiben lassen. Der Literaturwissenschaftler Morten Paul untersucht in seiner Arbeit die lange Geschichte dieser Klärungsversuche, Kontroversen und Kampfaufrufe. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht er über antifaschistische Theorie und Praxis, über Faschismus und Antifaschismus als Lustgewinn sowie das spannungsreiche Verhältnis von Verstehen und Verhindern, das die Faschismustheorie prägt.

Niklas Weber über Klasse, Geschlecht und »Rasse« auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts …

Niklas Weber über Klasse, Geschlecht und »Rasse« auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts …

55m 38s

Niklas Weber ist Historiker und Kulturwissenschaftler, prominenter Kritiker neurechter Tendenzen in der Geschichtswissenschaft und der aktuelle Träger des alljährlich verliehenen MERKUR-Preises für Dissertationen. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer spricht er unter anderem darüber, wie sich Demokratisierung und neue Klassensysteme in den ersten Jahrzehnten der Eisenbahnreise zueinander verhalten, über moralische Paniken, tote Schaffner und die Bahn in den deutschen Kolonien.

Sophie Duvernoy über die deutsch-jüdische Kulturgeschichte im Werk Gabriele Tergits

Sophie Duvernoy über die deutsch-jüdische Kulturgeschichte im Werk Gabriele Tergits

70m 27s

Als Literaturwissenschaftlerin ist Sophie Duvernoy auf die Literatur und Philosophie der Weimarer Republik spezialisiert. Im vergangenen November erschien beim Imprint der New York Review of Books ihre Übersetzung von Gabriele Tergits »Effingers« (1951). In der Krummen Straße spricht Duvernoy über Tergits außergewöhnliche Biografie, die Herausforderung der Vermittlung von Tergits Werk in den USA und die Entwicklung eines literarischen Sounds der Weimarer Republik in englischer Sprache.

Mounir Zahran über die verpassten Chancen in Syriens Geschichte, die gegenwärtige politische Lage ...

Mounir Zahran über die verpassten Chancen in Syriens Geschichte, die gegenwärtige politische Lage ...

85m 1s

Der Politikwissenschaftler Mounir Zahran ist als Sohn syrischer Eltern in Deutschland geboren. Von 2004 bis 2012 lebte er in Damaskus und Aleppo. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer und Christian Demand berichtet er über seine Erfahrungen als Heranwachsender in Syrien, über seine Syrien-Reise kurz nach dem Sturz Bashar al-Assads sowie über das schwierige Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Ethnien, politischen Fraktionen und religiösen Gemeinschaften nach jahrzehntelanger exzessiver Gewalt.