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Roxanne Phillips über das Komische – vom Hanswurst bis zur Standup-Comedy

Roxanne Phillips über das Komische – vom Hanswurst bis zur Standup-Comedy

87m 32s

In dieser Folge der »Krummen Straße« sprechen Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer mit der Literaturwissenschaftlerin Roxanne Phillips über das Komische – und zwar im weiten Bogen vom Hanswurst (und seiner Vertreibung von der Bühne) im Theater des 18. Jahrhunderts bis zur Standup-Comedy der Gegenwart, nämlich am Beispiel eines Programms von Jacqueline Novak.

Roxanne Phillips ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am KWI Essen und Leiterin des DFG-Netzwerks Comic Literacies – Kulturtechniken des Komischen.

Nora Weinelt und Benedikt Wintgens über Scheitern und Versagen.

Nora Weinelt und Benedikt Wintgens über Scheitern und Versagen.

69m 25s

In dieser Folge der »Krummen Straße« spricht Christian Demand mit der Literaturwissenschaftlerin Nora Weinelt und dem Historiker Benedikt Wintgens über Scheitern und Versagen – nicht als Frage danach, ob etwas tatsächlich gescheitert ist, sondern danach, wie darüber historisch und gegenwärtig erzählt und geurteilt wird. Ausgangspunkt ist ein auffälliger Kontrast: das seit den 1990er-Jahren aus dem New-Economy-Milieu stammende Ideal des "schönen Scheiterns" (TED-Talks, Gründer-Biografien, »Fuck Up Nights«) steht dem »Versagen« gegenüber – einer historisch jüngeren, ungleich existenzielleren und negativ besetzten Denkfigur, die sich erst zwischen etwa 1870 und dem frühen 20. Jahrhundert herausbildet.

Nora Weinelt lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg....

Mona Leinung über Rote Linien

Mona Leinung über Rote Linien

75m 29s

Das Aufzeigen von roten Linien ist Teil einer Eskalationsrhetorik, die sowohl in den geopolitischen Auseinandersetzungen, als auch den Kulturkämpfen der Gegenwart Hochkonjunktur hat. Die Philosophin Mona Leinung spricht in dieser Folge mit Christian Demand und Hanna Engelmeier über die historische Herleitung und Gegenwart einer fast schon ubiquitären Denkfigur. Politische und ästhetische Formen und Verfahren von Grenzsetzungen in Momenten, in denen es dafür schon fast zu spät erscheint, stehen im Zentrum dieser Folge. »Rote Linien« ist zugleich das Jahresthema des KWI, das von April 2026 bis Sommer 2027 leitend für das Veranstaltungsprogramm des Instituts ist.

Theatertreffen 2026: Anspruch und Wirklichkeit

Theatertreffen 2026: Anspruch und Wirklichkeit

93m 27s

Einmal im Jahr versammelt das Theatertreffen die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des deutschsprachigen Raums in Berlin – aber wie repräsentativ ist diese Auswahl wirklich? Ekkehard Knörer, der für den Merkur die Theaterkolumne schreibt und seit Jahren das gesamte deutschsprachige Theater bereist, spricht mit Christian Demand und Hanna Engelmeier über die Suche nach einer post-postdramatischen Ästhetik, über Stadttheater im Osten zwischen Überleben und überregionaler Strahlkraft, über das Besondere der Regiearbeit von Sebastian Hartmann, Impulse von Florentina Holzinger und eine freie Szene, die ästhetisch auf der Stelle tritt.

Morten Paul über Faschismustheorien

Morten Paul über Faschismustheorien

91m 33s

Seit mehr als hundert Jahren ringen Geschichts- und Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie und Psychoanalyse um den Begriff des Faschismus – gegenwärtig insbesondere um die Frage, ob sich mit ihm aktuelle Entwicklungen angemessen beschreiben lassen. Der Literaturwissenschaftler Morten Paul untersucht in seiner Arbeit die lange Geschichte dieser Klärungsversuche, Kontroversen und Kampfaufrufe. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht er über antifaschistische Theorie und Praxis, über Faschismus und Antifaschismus als Lustgewinn sowie das spannungsreiche Verhältnis von Verstehen und Verhindern, das die Faschismustheorie prägt.

Niklas Weber über Klasse, Geschlecht und »Rasse« auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts …

Niklas Weber über Klasse, Geschlecht und »Rasse« auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts …

55m 38s

Niklas Weber ist Historiker und Kulturwissenschaftler, prominenter Kritiker neurechter Tendenzen in der Geschichtswissenschaft und der aktuelle Träger des alljährlich verliehenen MERKUR-Preises für Dissertationen. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer spricht er unter anderem darüber, wie sich Demokratisierung und neue Klassensysteme in den ersten Jahrzehnten der Eisenbahnreise zueinander verhalten, über moralische Paniken, tote Schaffner und die Bahn in den deutschen Kolonien.

Sophie Duvernoy über die deutsch-jüdische Kulturgeschichte im Werk Gabriele Tergits

Sophie Duvernoy über die deutsch-jüdische Kulturgeschichte im Werk Gabriele Tergits

70m 27s

Als Literaturwissenschaftlerin ist Sophie Duvernoy auf die Literatur und Philosophie der Weimarer Republik spezialisiert. Im vergangenen November erschien beim Imprint der New York Review of Books ihre Übersetzung von Gabriele Tergits »Effingers« (1951). In der Krummen Straße spricht Duvernoy über Tergits außergewöhnliche Biografie, die Herausforderung der Vermittlung von Tergits Werk in den USA und die Entwicklung eines literarischen Sounds der Weimarer Republik in englischer Sprache.

Mounir Zahran über die verpassten Chancen in Syriens Geschichte, die gegenwärtige politische Lage ...

Mounir Zahran über die verpassten Chancen in Syriens Geschichte, die gegenwärtige politische Lage ...

85m 1s

Der Politikwissenschaftler Mounir Zahran ist als Sohn syrischer Eltern in Deutschland geboren. Von 2004 bis 2012 lebte er in Damaskus und Aleppo. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer und Christian Demand berichtet er über seine Erfahrungen als Heranwachsender in Syrien, über seine Syrien-Reise kurz nach dem Sturz Bashar al-Assads sowie über das schwierige Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Ethnien, politischen Fraktionen und religiösen Gemeinschaften nach jahrzehntelanger exzessiver Gewalt.

Julika Griem und Heinrich Geiselberger über Wissenschaftskommunikation und Publizieren

Julika Griem und Heinrich Geiselberger über Wissenschaftskommunikation und Publizieren

83m 46s

Julika Griem ist Direktorin des KWI, Anglistin und forscht zu Wissenschaftskommunikation. Heinrich Geiselberger ist Programmleiter der edition suhrkamp. Gemeinsam denken sie im Gespräch mit Hanna Engelmeier darüber nach, wie die Vermittlung geisteswissenschaftlicher Forschung gelingen kann und welche Rolle dafür die Arbeit von anspruchsvollen Publikumsverlagen heute noch spielt.

Anke Stelling und Katja Kullmann über das Verhältnis von Fiktion und Autofiktion zur eigenen Biografie

Anke Stelling und Katja Kullmann über das Verhältnis von Fiktion und Autofiktion zur eigenen Biografie

89m 15s

Anke Stelling hat für den Merkur ein Jahr lang eine Schlusskolumne in Ich-Form verfasst. Katja Kullmann hat in einem Essay geschildert, wie ihr Plan für einen Roman in Litauen mit Land und Leuten kollidierte. Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer sprechen mit den beiden Autorinnen über diese Texte und ihre Bücher, im Zentrum immer die Frage nach dem Zusammenhang von Leben und Schreiben, das Verhältnis von Fiktion, Autofiktion und eigener Biografie.